Freitag, 9. September 2011

Harald Schmidt und die Erfahrung

Aus dem Perlentaucher:

In einem sehr zur Sprunghaftigkeit neigenden Interview mit Christopher Keil erklärt der jetzt wieder bei Sat.1 latenighttalkende Harald Schmidt, was ist, wird und kommt. Und auf die Frage nach seinem Medienjunkietum meint er: "Stark reduziert, ich bin zehn Jahre weiter, das heißt: Ich sehe den Autor, ich sehe die Überschrift, dann weiß ich, was kommt und spare mir den Artikel. Das geht alles wesentlich schneller als früher."

So werde ich es mit seiner Sendung auch halten, bis mir das Internet oder andere Informationsquellen mitteilen, daß es doch etwas Überraschendes gibt.

Montag, 5. September 2011

So viele Gedanken, so wenig Lust

Woran liegt das, daß ich Gedanken für zehn Postings habe, aber keine Lust, sie tatsächlich geordnet niederzuschreiben? Schwergängige Tastatur? Zu viel Bier? Nein, die beiden Gründe sind es nicht. Also bleibt es wieder mal bei diesem selbstreflexiven Kleinstbeitrag. Weitere Gedanken zum Thema Langeweile bei Kindern als Entwicklungsschub, zur Vergleichbarkeit der Situation auf den Finanzmärkten mit dem Zusammenbruch des Ostblocks und zur Rettung des Modells vom Homo Oeconomicus dann demnächst irgendwann oder auf persönlichen Wunsch.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Verdorbene Vorfreude

Eigentlich sollte sich dieser Abend anders entwickeln. Kinder sollten im Bett sein, die Ehefrau ESC schauen oder stricken, und ich wollte eigentlich eine Neuerwerbung in den Computer einbauen - eine SSD. Die Beschaffung war sorgfältig ausbaldowert. Zum einen war der Preis bei einer grüßeren Computer-Kette auf mit anderen Versendern vergleichbares Niveau gefallen, zum anderen hatte ich geplant, die SSD bar zu bezahlen, um sie ggf. besser mit Garantie wieder weiter verkaufen zu können, falls die Leistung nicht so sein sollte wie erwartet (Garantie oder Gewährleistung gibt es nur beim Verkauf vom Händler an den ersten Käufer. Wird etwas weiterverkauft, muß der Händler dafür nicht mehr geradestehen. Deswegen sollte besser kein Name auf der Quittung stehen). Jedenfalls hatte die Gattin 200,- Euro Bargeld bei sich, um eventuell nach der Fortbildung in Düsseldorf weiter zur Karlstraßezu fahren und das vorbestellte Traumgerät abzuholen. Nun ja, leider wurde ihr just nach Verlassen des Tagungshotels das Portemonnaie aus der Handtasche geklaut. Neben dem Bargeld mit vielen Papieren. Mist. Nun ja, so wurde der Abend mit 2 Bier und Frustessen verbracht. Ob das Geld jetzt trotzdem ausgegeben wird oder nicht, das weiß ich nicht. Der Bargeldplan wird aber beibehalten. Und dann gibt es hier auch einen Erfahrungsbericht.

Mittwoch, 6. April 2011

Doppelgänger überall

Gerade schaue ich bei SPIEGEL Online SPAM nach Neuigkeiten, da stolpere ich über den jungen Helmut Kohl. Was hatte der denn mal mit Schalke 04 zu tun? und warum ist das Bild in Farbe?


Aber so was ähnliches ist gestern schon passiert. Ich wußte gar nicht, daß Larry Page in Wahrheit die  schlanke Hälfte (David Walliams) von Little Britain ist.





Sonntag, 20. März 2011

Justiz in Deutschland

Eines meiner Lieblingsblogs ist das lawblog des Düsseldorfer Rechtsanwalts Udo Vetter. Da erfährt man immer wieder wissenswertes, es ist unterhaltsam geschrieben, und manchmal regt er sich auch stark auf, weil ihm eine Entwicklung echte Sorge bereitet.

Jedenfalls habe ich kürzlich den Blogeintrag "Nebenkachelmann" bei Udo Vetter gefunden und gelesen. Ein Artikel der NOZ ergänzt den Blogeintrag. Vielleicht geht das für Nichtjuristen ein wenig unter, was die Richter sich da zusammengereimt haben. Angesichts bisheriger Fälle muß man nämlich auch Unwahrscheinliches für möglich halten, wenn einem ein Fehlurteil nicht vollkommen egal. Eine solche Geschichte stand vor einigen Jahren in der ZEIT. Und wenn man so etwas liest, dann ist man in seinen Grundfesten erschüttert, und danach  möchte man das Urteil und die Begründung der Richter in die Ausgabe einer besonders dicken ZEIT stecken und dem ganzen Gericht um die Ohren hauen.

Freitag, 18. März 2011

Erweitert das Internet nur die Ignoranz?

Auf Spiegel Online ist ein Artikel zu finden, in dem ein paar Beispiele gezeigt werden, wie  Menschen unangemessen auf die Dreifach-Katastrophe in Japan reagieren. Eine Studentin regt sich über die "ganzen Japaner auf, die nur wegen dieses Tsunami-Dings ihre Angehörigen anrufen wollen", obwohl sie lernen müsse. Andere Amerikaner verweigern mit Bezug auf Pearl Harbour jedwedes Mitgefühl gegenüber den Opfern (das hatte ich schon vorher mitbekomme, weil ich bei Twitter ein Follower von Anke Groener bin).

Nun, diese Meldung läßt über vieles nachdenken, zum Beispiel den Mangel an Empathie bei einigen dieser Menschen (hier eine Meldung, daß die Empathiefähigkeit bei jungen Menschen angeblich stark zurückgeht). Oder daß Empathie möglicherweise bei einigen Menschen auf die Gruppe beschränkt ist, der man selbst angehört.

In dem SpOn-Artikel wird aber auf etwas anderes verwiesen, das recht interessant ist. Einer der zitierten Menschen, Keith, sagt auf seiner Homepage: "Ich diskutiere nicht, ich sage meine Meinung." Zwei polnische Forscher haben  im Jahr 2010 eine Debatte in einem Forum untersucht und kamen zu dem Schluß: "Die untersuchten Debatten führen überhaupt nicht zu einer Konsensbildung. Wenn überhaupt, führt der Austausch zu einer wachsenden Kluft zwischen den Teilnehmern."

SpOn sieht damit die Lage im digitalen Dorf, also in der Provinz, im Gegensatz zur digitalen Großstadt (wo soll die liegen?) beschrieben. Aber ich würde das nicht so sehr auf die virtuelle Landschaft beziehen. Ich denke z.B. nicht, daß sich die Fans und die Gegner von Karl-Theodor zu Guttenberg bei den "Demonstrationen" sonderlich ausgetauscht haben, sondern lediglich sich gegenseitig ihre Positionen oder Slogans vorgehalten haben. Im echten Leben ist es also auch nicht besser.

Interessanter ist deshalb die Frage, ob diese Ignoranz vielleicht gar nichts mit dem Internet zu tun hat, sondern Ausdruck einer menschlichen Haltung ist, die stärker wird, und auch offensiver als früher vertreten wird. Daß man sich selbst der Nächste ist.

Donnerstag, 17. März 2011

Humor - aber bitte nur der beste!

In diesem Haushalt wird ja nur auf allerhöchstem Niveau gelacht. Wer hier bei Mario Barth mit den Mundwinkeln zuckt, der kriegt Schläge mit dem Stock, das nächste Mal muß er in den See. Aber bei diesem Clip von Family Guy muß ich auch immer wieder lachen.



(Auf Deutsch ist der leider nur in schlechter Qualität zu finden. Peter hat ein Brechmittel in der Apotheke gekauft. Wer zuletzt kotzt, darf das letzte Stück Kuchen essen)